Coachingbeispiele aus der Praxis

Unterstützung bei der Privatvermietung

Meine Kunden haben privat einen Mieter für Ihre Wohnung gefunden. Nachdem sie sich mit dem neuen Mieter grundsätzlich über den Abschluss des Mietvertrages einig waren, haben sie mich kontaktiert, um zu klären, wie genau der Mietvertrag aussehen soll und was im weiteren Verlauf zu beachten ist. Ich habe für sie den Mietvertrag erstellt und war beim Termin mit dem zukünftigen Mieter dabei, um offene Fragen hinsichtlich Renovierungsregelung, Kautionsanlage und Einzugsdatum vermittelnd zu klären. Auch die diversen rechtlichen Klauseln im Mietvertrag waren zum Teil erklärungsbedürftig für beide Parteien. 

Der Mieter wollte einige Zeit vor dem offiziellen Mietvertragsbeginn bereits die Schlüssel erhalten, um in Ruhe umziehen zu können. Die Eigentümer waren sich jedoch unsicher, wie sie dies am besten regeln sollten. Hierbei konnten wir gemeinsam eine sinnvolle und für beide Seiten saubere Regelung vereinbaren. Die Wohnungsübergabe habe ich im Auftrag meiner Kunden ebenfalls durchgeführt, ein Protokoll mit Mängelbeschreibung und Fotos erstellt und an Mieter und Vermieter ausgehändigt. Die Tatsache, dass die Abwicklung durch eine neutrale dritte Person durchgeführt wurde,  hat allen Beteiligten ein gutes Gefühl vermittelt und das gegenseitige Vertrauen für ein gutes und langfristiges Miteinander gestärkt.

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Eine weitere Kundin wollte ihre Eigentumswohnung privat vermieten, hatte jedoch auf ihre Wohnungsanzeige hin nur sehr wenige Anfragen, die nicht zum Erfolg führten. Sie konnte sich jedoch nicht erklären, warum. Wir besichtigten die Wohnung gemeinsam und ich gab ihr meine Einschätzung zu den möglichen Ursachen. Sie hatte die Wohnung zwar renovieren lassen, aber im Rahmen ihres geringen Budgets auf eine durchgreifende Modernisierung verzichtet. Der angesetzte Mietpreis war im Verhältnis zum Standard der Wohnung einfach zu hoch. Der Laminatboden war z.B. unsauber verlegt, Badezimmer und Türen alt und abgenutzt. Ich empfahl ihr einen günstigen "Allround-Handwerker" aus meinem Netzwerk, der ein Angebot für die von mir empfohlenen "kleinen Maßnahmen mit großer Wirkung" machte. Zudem waren die Nebenkosten zu hoch kalkuliert, da hier auch Positionen aus dem Hausgeld enthalten waren, die nicht auf den Mieter umlegbar sind. Sie folgte meinem Rat und investierte so zwar noch etwas mehr in die Wohnung als ursprünglich geplant, fand dadurch jedoch innerhalb von kürzester Zeit einen geeigneten, soliden Mieter. Am Ende war die Variante günstiger, als noch ein bis zwei Monate weiterer Leerstand und damit Ausfall der Mieteinnahmen.

Coaching zur Zielfindung und Fachberatung zum Thema Kapitalanlage

Eine junge Frau meldete sich bei mir, da sie Geld geerbt hatte, das sie nun gerne anlegen wollte. Über den Punkt, wie und in welcher Form war sie sich jedoch noch unklar. Wir vereinbarten einen Termin zum Erstgespräch. Im Gespräch wurde durch gezieltes Nachfragen schnell deutlich, dass ihr Ziel noch gar nicht so klar war. Man hatte ihr zwar im Freundes- und Bekanntenkreis geraten, "in Steine" zu investieren. Da sie sich aber in ihrer Mietwohnung und der Hausgemeinschaft dort sehr wohl fühlte, wollte sie gar nicht umziehen - zumal für das vorhandene Budget eine Wohnung in ihrem Stadtteil wahrscheinlich nicht zu finanzieren wäre. Daher zog sie auch Angebote anderer Kapitalanlageverträge in Betracht.

Wir führten zunächst einen Coachingprozess der Zielfindung durch und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass ihr primäres Ziel die Absicherung fürs Alter war - und zwar in einer Form, die sie nicht so leicht auflösen konnte wie einen Vertrag, um sich selbst vor dem Ausgeben des Geldes für andere attraktive Zwecke zu schützen. Auf diesem Wege kamen wir also wieder zur Immobilie als Kapitalanlage. Ich erläuterte ihr die Möglichkeiten, eine kleine, günstige Wohnung zu erwerben, die sich über die Mieteinnahmen finanziert. So kann sie in ihrer Wohnung wohnen bleiben und ist bei der Auswahl der Kaufobjekte flexibler. Mit diesem Ziel konnte sie sich gut identifizieren und war dankbar, etwas mehr Klarheit erhalten zu haben.

Im nächsten Termin beleuchteten wir dann anhand von konkreten Wohnungsangeboten, die sie sich ausgesucht hatte, die Varianten a) älteres Objekt + Instandsetzungskosten, b) neueres Objekt mit höherem Kaufpreis jeweils im Verhältnis zu den Mieteinnahmen bzw. der Rendite, der Finanzierungsrate zzgl. eines Puffers für Unvorhergesehenes. Ich erläuterte ihr, was es hinsichtlich anfänglicher bzw. zukünftiger Renovierungs- oder Instandsetzungskosten zu berücksichtigen galt und wie das Hausgeld auf den Mieter umzulegen ist, was Sonderumlagen sind etc.

Der Suchprozess in diesem Fall läuft noch. Ich begleite diese Kundin als Ansprechpartnerin noch im weiteren Verlauf.

Beratung beim Privatverkauf

Ein junges Paar hatte vor einem Jahr gemeinsam ein kleines Reihenendhaus in Köln gekauft. Die Planung sah vor, in diesem Haus Familie zu gründen und sich gemeinsam etwas aufzubauen. Wie das Leben manchmal so spielt, haben sich die beiden jedoch ein halbes Jahr später getrennt. Sie boten draufhin ihr Haus zum Verkauf an, hatten aber dabei das Problem, dass die Interessenten sich mehr an der nahegelegenen Autobahn störten, als sie selbst. Erschwerend kam hinzu, dass sie beim Kauf des Hauses einen relativ hohen Preis gezahlt und noch einiges in die Renovierung investiert hatten, was sie auf den ursprünglichen Kaufpreis aufschlugen, da sie auch aufgrund der kurzen Laufzeit eine nicht unerhebliche Summe an Vorfälligkeitsentschädigung an ihre Bank zahlen mussten. Die Verkaufsbemühungen zogen sich ohne positives Ergebnis über ein halbes Jahr, bevor sie durch ihre Finanzberaterin von meinem Beratungsangebot erfuhren und mich kontaktierten.

Wir beleuchteten zunächst die Situation und die möglichen Gründe für die Absagen der Interessenten. Die nahe Autobahn und der Preis waren hier gar nicht die Hauptfaktoren. Es stellte sich vielmehr heraus, dass die beiden beim Erwerb des Hauses keine vollständigen Unterlagen erhalten hatten und einiges im Unklaren war, so dass Rückfragen der Interessenten gar nicht richtig beantwortet werden konnten.

Nach einem Blick in das Grundbuch fand ich heraus, dass es sich zwar von außen betrachtet um ein eigenständiges Haus handelte, jedoch grundbuchrechtlich als Teileigentum zusammen mit dem Nachbarhaus eingetragen war, also streng genommen als Eigentumswohnung gewertet werden musste. Die Besonderheit war, dass es eine gemeinsame Heizung für beide Häuser gab und somit auch eine Nebenkostenabrechnung und Instandhaltungsrücklage erstellt werden musste. An dem Versuch, diese komplizierten Zusammenhänge den Kaufinteressenten zu erläutern, waren die bisherigen Verhandlungen immer gescheitert. Gemeinsam zogen wir die Hausverwaltung hinzu, forderten alle notwendigen Unterlagen an und brachten so etwas Licht ins Dunkel. Den Angebotspreis mussten wir aufgrund der Besonderheiten des Objektes zwar reduzieren, haben dann jedoch innerhalb von einem Monat einen Käufer gefunden, mit dem wenig später der Kaufvertrag beurkundet wurde.

Das junge Paar war dankbar für die Unterstützung, die am Ende doch noch zu einem guten Abschluss geführt hatte.